Fehler- und Wunschliste zum GEO Themenlexikon Baende 4 und 5 (Astronomie) ============================================== Die 6 gegebenen Korrekturen fuer den Band 4 am Ende des Bandes 20 sind nicht aufgefuehrt. Band 4, Titelbild: Radarbild von Venus in Farben ? Was wird mit welcher Skala dargestellt ? Sind die zentimeterlangen "Schleifspuren" reell oder Bilderfassungsfehler ? Band 4, S.15 und 16: drei Abbildungen des Adler-Nebels: Diese geben wegen jeglicher fehlender Orientierungen und Skala mehr Raetsel auf als sie erklaeren: Welches ist die Uebersicht und wo liegen die Ausschnitte der anderen Abbildungen und warum zeigen alle drei Bilder so unterschiedliche Farben ? Alles unterschiedliche Falschfarben ? Band 4, S.27: In den Teilbereichen zum Sternbild "Andromeda", "Andromedanebel" und im gruen unterlegten Kasten "Andromedanebel" werden einmal eine Entfernung von 2,4 Millionen Lichtjahren und zweimal 3 Millionen Lichtjahre angegeben. Zwar ist die genaue Entfernung noch ein Forschungsgegenstand, aber auf einer Seite sollten nicht so unterschiedliche Angaben erfolgen. Band 4, S.27 und 29: Auch hier sollte der Leser erfahren, wo der Ausschnitt des Halos des Andromedanebels im Uebersichtsbild liegt. Ist etwa der hellste Stern im Ausschnitt auch im Uebersichtsbild zu sehen ? Band 4, S.60, S.271, Band 5, S.554: Das Sternbild Pictor wird mit Maler uebersetzt, in dem gruen unterlegten Kasten heisst es dagegen Malerstaffelei und auf S.271 werden kommentarlos beide Uebersetzungen fuer dasselbe lateinische Wort 'pictor' benutzt. Auf S.554 ist Pictor wiederum der wissenschaftliche Name des Sternbilds Maler. Band 4, S.95: In dem gruen unterlegten Kasten ueber "Dunkle Energie" ist eine Abbildung enthalten, zu der es keinerlei Erklaerung gibt. Band 4, S.97: Zu dem von 2MASS aufgenommenen Bild gibt es einen Hinweis auf roetliche Strukturen, die durch Streuung entstehen. Andererseits wird darauf hingewiesen, dass die Durchmusterung im infraroten Spektralbereich bei 2 Mikrometern erfolgte. Hier sollte es eine Skala geben, was die Farben (rot-braun) bis blaeulich bedeuten, denn visuell sichtbar sind die so nicht... Band 4, S. 104: Ueber den Einsteinturm in Potsdam wird geschrieben, dass er zum Nachweis der Rotverschiebung von Spektrallinien im Schwerefeld der Erde gebaut wurde. Hier muss es natürlich heissen: ...im Schwerefeld der Sonne. Band 4, S.125: Bei J.Fabricius waere zu erwaehnen, dass er die erste Publikation ueber teleskopische Sonnenfleckenbeobachtungen erstellte und damit - nach heutigen Vorstellungen - als Haupt-Entdecker der Sonnenflecken gelten muesste. Band 4, S.125: Bei Fabry-Perot-Interferometer waere zu ergaenzen, dass mehrere hintereinandergeschaltete Fabry-Perot-Interferometer, deren Abstaende von einem Computer gesteuert werden, erlauben, mit einem extrem schmalen Filter eine Spektrallinie innerhalb von einigen Sekunden abzutasten. Werden die Intensitaeten bei jedem Schritt mit einer CCD-Kamera ausgelesen, koennen so zwei-dimensionale Karten der Linienparameter erstellt werden. Als Beispiel sei das Geraet TESOS (Triple Etalon SOlar Spectrometer) am deutschen Vakuum-Turm-Teleskop auf Teneriffa erwaehnt. Band 4, S.130: Als Beispiel fuer ein Flarebild waere interessant zu wissen, wie die Intensitaetsskala von schwarz ueber rot bis weiss abgestuft ist und in welcher Wellenlaenge das Bild aufgenommen wurde. Band 4, S.141 und S.151: Als Namen fuer das mit GNO abgekuerzte Instrument zur Beobachtung solarer Neutrinos wird einmal Gallium Neutrino Observatory, dann Gallo Neutrino Observatory verwendet - der erste Ausdruck erscheint mir korrekt. Band 4, S.101 und S.154: Waehrend im Hauptartikel ueber A.Einstein korrekt geschrieben wird, dass die Aequivalenz von Energie und Masse aus der speziellen Relativitaetstheeorie stammt, wird diese im Stichwort Gravitationslinse faelschlich der allgemeinen Relativitaetstheorie zugeordnet. Band 4, S.175 und S.175: Zwei kleine Satzfeler: Am Ende des Hertzsprung-Beitrags wird Heimat als 'heimat' geschrieben und in dem gruen unterlegen Informations- kaestchen ueber Hevelius ist ein 4. roter Markierungspunkt ohne Text gegeben. Band 4, S.267, S.268 und S.270, Band 5, S.681 und S.740: Obwohl es viele Abbildungen der Magellanschen Wolken im Lexikon gibt, wird deren Aussehen und grosse Ausdehnung - etwa im Vergleich zum Andromedanebel - aus den gegebenen Informationen klar werden. Hier fehlen wieder Massstaebe ! Ausserdem ist unklar, wo die Wolken auf S.740 zu sehen sein sollen !? Ein Eintrag in der Sternkarte auf S.681 waere auch sinnvoll gewesen... Band 4, S.377: In dem laengeren Beitrag ueber die Sonnenforschung werden die ueblichen Fehler "weitergereicht": Am Anfang der Spektroskopie stand sicher nicht Fraunhofer, sondern Newton und am Anfang der solaren Spektroskopie stand W.H. Wollaston...(vgl. meine Ausfuehrungen im Hauptteil der Lexikonbesprechung). Band 4, S.382: Ebenfalls im laengeren Beitrag ueber die Sonnenforschung wird von mehr als 16 Millionen Kelvin im Sonnenzentrum geschrieben. Nach dem standardmodell sind es aber "nur" knapp 16 Millionen Kelvin, genauer 15,8 Millionen Kelvin. Band 4, S.384: Das angeblich neue Ergebnis, dass der Energietransport von der Fusionszone zur Konvektionszone 170 000 Jahre dauert, wird schon seit Jahren bestritten und etwa bei meiner (englischen) Besprechung von Kenneth R. Lang: The Cambridge Encyclopedia of the Sun, Cambridge University Press (Cambridge, UK) aus dem Jahr 2001 als viel zu niedrig kritisiert. Inzwischen gibt es die (ebenfalls englische) Publikation von Michael Stix mit dem Titel "On the time scale of energy transport in the Sun" (SOLAR PHYSICS Vol.212, 3 (2003)), in der die Dauer dieses Energietransports mit ca. 10 Millionen Jahren angegeben wird. Band 5, Titelbild: Zu welchem Radioobservatorium gehoeren diese Antennen ? VLA ? Band 5, S.527: Beim gruen unterlegten Kasten Neutronenstern ist unklar, was die Abbildung ist - Teilbild einer Computeranimation, ein Photo ? Was stellen die Farben dar ? Band 5, S. 536: Im Prinzip sind "Observatorien" und auf deutsch ueblicher "Sternwarten" gut erklaert, aber verwirrend ist dann, wenn die "Observatorien des Very Large Telescope" in einer Bildunterschrift auftauchen. Das sind die Einzelteleskope... Ausserdem: Trennungen von Beobachtungsstation und Forschungsinstitut gab es - etwa am Beispiel des Kiepenheuer-Instituts fuer Sonnenphysik - schon vor vielen Jahrzehnten. In neuerer Zeit werden aber auch historische Sternwarten in Stadtzentren aufgegeben, um die Datenbearbeitung etwa in einem modernen Institutsgebaeude durchzufuehren: Zum Beispiel wurde die Universitaets-Sternwarte Goettingen in dem historische Gebaeude von Gauss aufgegeben und auch der Name abgelegt und ein Institut fuer Astrophysik Goettingen gebildet... Band 5, S.538: In der Tat gutes - wenn auch wenig spektakulaeres - Bild der Gipfelspitze von 'Olympus Mons', schoen die Skalendetails ! Noch besser waere, wenn der Leser Hinweise auf das grosse Bild desselben Objekts im Stichwort 'Vulkanismus' (Bd.5, S.744) bekaeme und ebenso dem Bild im Stichwort 'Mars' ...oder er gar erfuehre, wo der Vulkan im Uebersichtsbild des Mars (Bd.4, S.272) zu finden ist. Band 5, S.575: Wenn Pyrex(R) als spezielles Glas eine Aufnahme findet, warum nicht auch Zerodur(R), aus dem etwa die grossen Spiegel des VLT hergestellt wurden...!? Band 5, S.653: Es sollte klarer geschrieben werden, dass SOHO keine Umlaufbahn um die Erde hat, sondern parallel mit der Erde um die Sonne kreist. Der Sonne ist SOHO dabei aber um 1,5 Millionen km naeher als die Erde und hat dadurch immer ungehinderte "Aussicht" in Richtung Sonne hat. Band 5, S.654: solare Oszillationen - bei den meisten Astrophysikern heute besser unter dem Stichwort Helioseismologie bekannt - erlaubt leider keinen Nachweis von Magnetfeldern: Hier ist ein Stichwort, das sowohl historische Hintergruende (Entdeckung der 5-Min.-Oszillation um 1960 durch Leighton u.a., Nachweis der von Ulrich 1970 theoretisch vorhergesagten Strukturen im Diagramm der Wellenzahlen gegen die Frequenzen durch Deubner 1975) als auch wesentliche Ergebnisse (etwa die Variation der differentiellen Rotation in der Konvektionszone der Sonne, Bestimmung von Sonnenflecken auf der Rueckseite der Sonne etc.) vermissen laesst ! Band 5, S.656 und S.664: Der Massenverlust der Sonne durch elektromagnetische Strahlung liegt bei 4 Milliarden kg pro Sekunde, der durch den Sonnenwind bei 1 Milliarde kg pro Sekunde. Band 5, S.659: Fackeln werden nicht nur in der Umgebung von aktiven Gebieten mit Sonnenflecken, sondern auch in den Polregionen gefunden. Band 5, S. 661: Beim Stichwort Sonnenfleckenhaeufigkeit fehlen in dem Parameter k zwei wesentliche (variable) Anteile: Die Anpassung ist einerseits von der "Luftqualitaet" (seeing bzw. Szintillation) abhaengig, die der Beobachter etwa an der Sonnenrandschaerfe schaetzen muss und dann natuerlich sehr abhaengig von der Erfahrung und Augenguete des Beobachters ! Wenn es nur darum ginge, das Instrument an den kleinen Refraktor von Zuerich anzupassen, waeren die Werte von k fuer jedes andere Instrument i.w. konstant, das sind sie aber nicht. Band 5, S.692: Es wird in den Stichworten Sternwarte und Observatorium klar beschrieben, dass die astronomischen einrichtungen mit einem oder mehreren Teleskopen sind. In der Bildunterschrift zum Very Large Telescope (VLT) muss es dann aber heissen, dass dies die Teleskope des VLT sind, nicht die Observatorien... Band 5, S.708: Das schwedische 1m-Sonnenteleskop besitzt zur Sonnenabbildung keinen Spiegel, sondern eine Linse von 96 cm Durchmesser: http://www.astro.su.se/groups/solar/solar.html Die adaptive Optik besteht aus einem deformierbaren Spiegel mit 37 ansteuerbaren Elektroden. Band 5, S.709: Die ganzseitige Abbildung eines mit Schutzfolien behangenen Satelliten ist nicht sonderlich erhellend...Gab es kein Modellbild, an dem wenigstens Teile erlaeutert werden koennten ? Letzte Aenderungen in dieser Liste stammen vom 24.9.2007 Es geht weiter !